Sankt Wolfgang im Salzkammergut am Wolfgangsee

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.“ Dieses Zitat von Matthias Claudius soll am Anfang unserer kleinen Reisebeschreibung an den Wolfgangsee in Österreich stehen.
Den Herbst in der Alpenregion zu verbringen kann wunderschön sein, wie man es schon oftmals mit strahlendem Sonnenschein erlebt hat oder aber es kann auch regnerisch und kühl sein. Sankt Wolfgang am Wolfgangsee im Salzkammergut nahe der Mozartstadt Salzburg ist ein interessantes Ziel für einen ausgiebigen Erholungs- aber auch Wanderurlaub.

Blick vom Wolfgangsee nach Sankt Wolfgang

Blick vom Wolfgangsee nach Sankt Wolfgang

Zur Gemeinde von Sankt Wolfgang mit seinen ca. 2.800 Einwohnern gehören die Ortschaften Aschau, Au, Bürglstein, Graben, Markt, Mönichsreith, Radau, Rußbach, Schwarzenbach, Weinbach, Windhag und Wirling. Die Gemeinde ist ein Luftkurort, gehört zu Oberösterreich und grenzt an das Bundesland Salzburg. Sie liegt auf 548 m Höhe in einer hügeligen Landschaft dicht gedrängt an den ca. 13 km² großen Sankt Wolfgang- oder Abersee.
Die Umgebung und das gut ausgebaute Wanderwegenetz laden zum ausgiebigen Wandern ein. Wer mit einer kleinen Wanderung beginnen möchte, macht sich zu Fuß von Sankt Wolfgang in Richtung Schwarzenbach auf, nach nur 1,5 Kilometern hat man diese kleine Ortschaft erreicht, dann geht es weiter zum 745 m hohen Bürgl. Dieser kleine Berg liegt direkt am St. Wolfgangsee, zwischen Schwarzenbach und Strobl. Ein Rundwanderweg führt um den Berg, der auf der Seeseite eine herrliche Aussicht hat. Bei klarem Wetter kann man den Gipfel des Schafberges mit der Bergstation sehen.

Blick über den Wolfgangsee

Blick über den Wolfgangsee

Sogenannte Genussplätze laden zum Verweilen auf individuell gestalteten Sitzbänken ein. Diese sind um den ganzen See verteilt, die Themen sind unterschiedlich. Einige informieren den Besucher über sehenswertes und geschichtliches, über Persönlichkeiten oder besondere Ausblicke. Wieder andere einige andere laden zur sportlichen Betätigung ein.
Der Schafberg thront mit seinen 1.783 Metern über dem Wolfgangsee und dem gleichnamigen Ort. Seit 1893 fährt eine Zahnradbahn hinauf auf den Gipfel. Dort kann man im Gasthof Schafbergalpe die warme Küche schmecken lassen, sich in der Schutzhütte Himmelspforte oder im Hotel Schafbergspitze übernachten. Dazu gibt es natürlich den atemberaubenden Ausblick auf Umgebung und See.
St. Wolfgang hat zahlreiche verzierte Fachwerkbauten, die sich bis ans Ufer anschmiegen. Der Ortskern wird durch einen ca. 700 m langen Tunnel unter dem östlichen Ausläufer des Kalvarienberges umfahren. Die Geschäfte in den kleinen Gassen im Ortskern bieten eine vielfältige Auswahl an Andenken an die Region. In Salzkontoren kann man Kräutersalze zu unterschiedlichen Anwendung erwerben. In der Seifenmanufaktur werden zahllose Varianten an Seifen angeboten.

Das Weisse Rößl am Wolfgangsee

Das Weisse Rößl am Wolfgangsee

Und natürlichen Reihen sich Café an Restaurant, um für das leibliche Wohl der Gäste zu sorgen. Eines ist das berühmte „Weisse Rößl“, direkt am See gelegen, kann man auf der Seeterrasse seinen Apfelstrudel mit Schalgobers oder Eiscreme genießen. Dabei beobachtet man die Ausflugsschiffe auf dem See. Die St. Wolfgangschifffahrt fährt über den ganzen Tag zahlreiche Anlegestellen am ganzen See an und kann nach einer langen Wanderung eine willkommene Rückfahrt zum Ausgangsort sein.




Salzburg – Mozartstadt an der Salzach

Die Stadt Salzburg liegt im Salzburger Becken und die Salzach, der längste und wasserreichste Nebenfluss des Inn, fließt mitten durch die Stadt. Salzburg ist Hauptstadt des österreichischen Bundeslandes Salzburg und hat ca. 151.000 Einwohner. Die historische Innenstadt steht seit 1996 auf der Liste des Weltkulturerbes der UNESCO.

Tal der Salzach

Tal der Salzach

Die Siedlungsgeschichte des Gebietes reicht weit in die römische Zeit zurück. Im Jahr 488 n. Chr. begann hier der Niedergang der römischen Stadt Iuvavum. 696 n. Chr. wurde Salzburg als Bischofssitz neu gegründet und hundert Jahre später zum Sitz des Erzbischofs. Wie der Name schon sagt, war eine Haupteinnahmequelle Salzburgs die Salzgewinnung und dessen Handel.

Im 11. Jahrhundert wurde mit dem Bau der Festung Hohensalzburg begonnen, der Kern der Burg stammt heute noch aus dieser Zeit. Die Festung gilt als eine der größten mittelalterlichen Burganlagen in Europa und thront als Wahrzeichen über der Stadt. Ende des 19. Jahrhundert wurde eine Besucherbahn vom Fuße des Festungsberges hinauf erbaut. Anfangs überwand eine Wasserballastbahn die 198,5 Meter nach oben, heute ist eine Standseilbahn. Salzmagazin, Folterkammer, Reckturm, Wehrgang, Salzburger Stier, die Innenräume im Hohen Stock – Fürstenzimmer, Museen sind Besuchermagnete. Konzerte, Besuch des Museum des K.u.k. Infanterie-Regiments Erzherzog Rainer Regiment Nr. 59, Kurse der Sommerakademie Salzburg sowie Nutzung der Kapelle sind nur einige weitere Angebote der Festung. Es werden auch Führungen mit verkleidetem Burgpersonal in Deutsch und Englisch sowie Sonderführungen in die Pfisterei (alte Bäckerei), in den Weinkeller, in die Kuenburgbastei oder die Viereckige Wehr angeboten.

salzburg03Ab dem 17. Jahrhundert wurde Salzburg Residenzstadt des Erzbischof Wolf Dietrich und später von dessen Nachfolgern. In dieser Zeit entstand im Süden der Stadt das prunkvolle Schloss Hellbrunn samt seinem weitläufigen Schlosspark, den Wasserspielen und den schattigen Alleen.

 

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Der bekannteste Salzburger der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart, weshalb die Stadt den Beinamen „Mozartstadt“ trägt. Geboren wurde er am 27. Januar 1756 im „Hagenauerhaus“ in der Getreidegasse 9 als siebentes Kind des fürstbischöfliche Kammermusikus Leopold Mozart. Das Geburtshaus ist heute ein Museum mit den Themen:

  • „Mozart und die Universität“
  • „Mozarts Freundschaft mit Salzburger Familien“ und
  • „Kirchenmusik und Heiligenverehrung“.

Der Flughafen der Stadt trägt den Namen Salzburg „Airport W. A. Mozart“.

salzburg01Salzburg ist heute eine bekannte Tourismus-, Messe- und Kongressstadt und natürlich der Standort der „Salzburger Festspiele“. Alljährlich finden mehr als 200 Veranstaltungen während der sechs Festspielwochen im Juli und August statt, welche von mehr als 250.000 Gästen besucht werden. Die Salzburger Festspiele sind das weltweit bedeutendste Festival der klassischen Musik und darstellenden Kunst. Das Programm zeigt natürlich Mozart- und Strauss-Aufführungen, aber auch Schauspiele, Opern und Konzerte auf höchsten Niveau, wie den „Jedermann“ auf dem Domplatz.




Klettergarten im Steinbruch „Enzenauer Marmor“

Der Klettergarten in Bad Heilrunn wurde in einem aufgelassenen Sandsteinbruch eingerichtet. In diesem Sandsteinbruch wurde der sogenannte „Enzenauer Marmor“, ein Nummulitenkalkstein als begehrtes Baumaterial abgebaut. Nummuliten sind fossile Ablagerung von kreisrunden oder elliptischen Einzeller der Familie Foraminiferen und werden im Volksmund auch „Münzensteine“ genannt. Der rotbraune mit Sand durchmischte, sehr feste „Enzenauer Marmor“ wurde auch als Grabsteinmaterial und als Denkmalgestein verwendet.

Heute ist das Gelände des südseitig ausgerichtete Steinbruches als Klettergarten sehr beliebt und es liegt nur 60 Kilometer entfernt von München. Es gibt verschiedene Kletterrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden (von 2. – 7.). Angelegt sind die meisten Routen auf Reibungs-, aber auch Riss- oder Blockkletterei und gesichert mit Bohrhaken und Toprope-Möglichkeiten. Das Begehen erfolgt allerdings auf eigene Gefahr, da die Gemeinde Bad Heilbrunn  für den Unterhalt der Routen nicht zuständig ist.

Bei Regenwetter ist darauf zu achten, dass der untere Wandteil länger zu abtrocknen benötigt. Also wenn es am Vortag geregnet hat, dauert es bei vollem Sonnenschein bis zum Nachmittag, ehe die Felsen wieder abgetrocknet sind, besonders am unter Teil bildet sich nach Regen  ein gefährlicher Schmierfilm. Auch bei hoher Besucherzahl sind Haken und Abseilstellen unbedingt zu prüfen.

Ideal ist der Klettergarten für  Anfänger und Gelegenheitskletterer, da er leicht zu erreichen ist, solide Haken hat und sonnig ist, auch für Kinder geeignet. Leider gibt es insgesamt nur 40 brauchbare Kletterrouten, was bei hohem Andrang manchmal schwierig ist.

Zufahrt: In der Gästeinformation in Bad Heilbrunn kann man einen Topoführer als Wegweiser erhalten. Von Bad Heilbrunn fährt man über die B 472 in westlicher Richtung durch Unterenzenau. Nach ca. 300 Metern links in den Waldweg einbiegen, hier gibt es nur begrenzte Parkmöglichkeiten. Eine erhöhte Unfallgefahr besteht beim Einbiegen auf die Bundesstraße!

Weitere Informationen: http://www.klettergarten-bad-heilbrunn.de